| Trelkovsky |
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Ronald Hartwig's interesse für etwas "abenteuerlichere" Musik veranlasste ihn 1991 die Bicycle Thieves aufzulösen und TRELKOVSKY zu gründen, in der auch eine Viola und ein Sampler zum Einsatz kamen. Experimentellere Songstrukturen und der nicht zu überhörende Einfluß osteuropäischer Folklore/Avantgarde prägten den Sound dieser Band. TRELKOVSKY brachten es auf zwei CDs, bis sie sich 1995 auflösten.
Musikalisch lösten wir uns verstärkt von eingefahrenen Rock- und Pop-Klischees, das spröde Songschreiberhandwerk der Bicycle Thieves explodierte in alle Richtungen. Ein Kritiker drückte das so aus: "Leitfaden ist am ehesten ein gewisses folkloristisches Element, das vor allem in den von der Geige geführten Melodien zum Tragen kommt. Dazwischen aber Breaks von hardcoreartiger Wucht oder monotone Gitarrenflächen im Stile der Sonic Youth, die aber wieder gänzlich andere Teile vorbereiten. Eine wilde Mischung, bei der die Band nicht die Übersicht verliert." Weiters Trelkovsky-typisch waren die krumme Metrik, die den 4/4-Takt zur Ausnahme macht, und die ineinandergreifenden Arrangements, in denen alle Instrumente gleichberechtigt waren. Seit der Gründung 1992 bespielten Trelkovsky praktisch alle Horte der wiener Independent-Szene (Arena, WUK, Szene Wien, B.A.C.H., Flex, Chelsea), unter anderem im Vorprogramm von Ed Kuepper, Swell und Blumfeld. Im Oktober 1993 bestritt die Band ihre einzige Auslandstour, die sie nach Deutschland, Tschechien, Slowenien und in die Schweiz führte. 1995 lösten sie sich auf. Besetzung: Thomas Neubert (Viola, Sampler), Peter Chalupnik (Bass), Ronald Hartwig (Gesang, Gitarre), Michael "Duke" Peter (Schlagzeug 1991-93), Dominik Dusek (Schlagzeug 1993-95).
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Trelkovsky beschwörten gerne makabre, surrealistische Szenarios, gepaart mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Kleinvieh wie Insekten oder Bakterien, blinder Fortschrittsglaube oder auch einfach zwischenmenschliche Mißverständnisse waren meine Lieblingsthemen als Songwriter beiTrelkovsky. 


